28.01.2017 – Fortbildung „Zeig’s mir mit Gebärden“

Die meisten Kinder mit Trisomie 21 können irgendwann sprechen. Nicht alle gleich gut – aber eines ist klar, der Weg zum Sprechen ist deutlich schwieriger als bei Menschen ohne Handicap. Aufgrund ihrer geistigen Beeinträchtigung fangen Kinder mit Trisomie 21 deutlich verzögert mit dem Sprechen an, obwohl sie schon viele Begriffe verstehen können. Damit sich kein Frust bei den Kindern aufbaut (da sie sich nicht so artikulieren können, wie sie gerne wollen) und sie sich ihrem Umfeld trotzdem mitteilen können, gibt es die Möglichkeit der unterstützten Kommunikation mit Gebärden, mit deren Hilfe sich die Kinder verständigen können.

„Zeig´s mir mit Gebärden“ ist eine Sammlung von über 1100 Gebärden-Videos der Deutschen Gebärdensprache. Sie ist eine Gemeinschaftsprojekt von 7 Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Herr Birger Weindel von diesem Projekt hat sich an dem Tag zu uns auf den Weg gemacht, um uns die entwickelte Sammlung in Theorie und Praxis näher zu bringen.

An dieser von unserem Verein initiierten Fortbildung haben nicht nur einige Mitgliedsfamilien aus unserem Verein teilgenommen, sondern zu dem Omas, Tanten, Erzieher in Kindertageseinrichtungen, Mitarbeiter der Frühförderzentren in Mönchengladbach usw. In schöner und ausgelassener Atmosphäre haben die Teilnehmer die theoretischen Grundlagen der Gebärdensprache erarbeitet und diese hinterher in Rollenspielen, Gesprächen und Spielen praktisch ausprobiert. So konnten sich die Teilnehmer nicht nur sehr viele Gebärden merken, sondern können diese hoffentlich in Zukunft in Ihren Alltag integrieren, um Ihren Kleeblättern die Kommunikation zu erleichtern.

In einer zweiten Fortbildung haben wir am 11. März 2017 Herrn Birger Weindel noch einmal zu uns eingeladen. Diesmal hat er in einer 2,5 stündigen Veranstaltung einer Gruppe von 8 Geschwisterkindern die Gebärden näher gebracht. Es wurden gemeinsam Bücher gelesen, Namen vergeben, gesungen und vieles mehr. Den Kindern hat diese Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass die Geschwisterkinder die Gebärden im Alltag mit unseren Kleeblättern oft benutzen werden.